Reisenotizen

Yet another attempt to blog something...

Thursday, March 15. 2007

Auf nach Hannover

Berlin
Die CeBIT macht gerade die Tueren zum ersten Messetag auf. Eigentlich wollte ich schon da sein, aber die Bahn verweigerte stur eine Sitzplatzreservierung. Aber nun bin ich im naechsten Zug auf dem Weg...

Neuer Hauptbahnhof Berlin: "Vorsicht bei Einfahrt des Zuges. Bitte beachten Sie die Zugteilung in Hannover-Hamm. Bitte beachten Sie auch die Aenderung der Wagenreihenfolge. Die Wagen des hinteren Zugteils sind vertauscht. Im vorderen Zugteil sind die Wagen .... der Wagen 37 ist nicht vorhanden..wir bitten dies zu entschuldigen..Passagiere mit Reservierung in diesem Wagen..wenden sich bitte an das Zugpersonal..."

Ich entscheide mich fuer Intervallhalbierung. Alle Passagiere sind nun auf ca. 2 Meter 50 Bahnsteigbreite in Bewegung. Ich werde auf englisch angesprochen, was los sei...auslaendische Messebesucher ausgeschlossen - der Zug besteht aus zwei Zuegen. Wer nicht aufmerksam ist, landet im falschen Zug, darf stehen und wird abgekoppelt in Hannover-Hamm.

Reservierten Platz gefunden, aber elektronisches Display zeigt keine Reservierung - habe ja erst heute morgen reserviert. Die nette Dame auf meinem Platz ist verstaendlicher Weise veraergert.
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Thursday, February 22. 2007

Sao Paulo und Kriminalitaet

Brazil
Irgendwie haben alle Angst, dass sie tagsueber oder nachts ausgeraubt oder in irgendeiner Form bedroht werden. Fuer mich blieb die hohe Kriminalitaet in Sao Paulo bislang unsichtbar. Lediglich die hohen Mauern mit teilweise elektrischen Zaeunen und das Wachpersonal vor nahezu jedem Haus faellt natuerlich auf.

Jeder mit dem ich ueber Ueberfaelle gesprochen habe, raet, sich keinesfalls zu wehren und ohne jegliches zoegern alles rauszuruecken, was man mit sich fuehrt. In Salvador erzaehlte mir ein Angestellter eines Luxushotels, das er neulich einem aelteren Ehepaar geraten haette, nicht in die Unterstadt zu gehen. Sie wollten nicht auf ihn hoeren und wurden dort kurz vor Beginn des Karnevals ueberfallen. Der Ueberfall hat Ihnen einen derartigen schrecken eingejagt, dass sie noch am selben Abend abgereist sind. Bislang hatte ich also Glueck - zumindestens tagsueber bewege ich mit hier zu Fuss relativ frei und achte lediglich darauf immer unter Menschen zu sein.

Heute werfe ich nochmals einen Blick in die Universitaetsstadt. Das Semester geht zwar erst wieder im Maerz los, aber vielleicht komme ich ja zumindestens in eines der Museen auf dem Campus, die gestern leider noch geschlosen waren.

Heute war dann an der Universitaet deutlich mehr los und auch das Museum Arte Contemporary (MAC) war offen. Auch wenn die Sammlung eher klein und in vier groesseren raeumen Platz findet, konnte ich einen Miro entdecken, der mir alerdings nicht so gefallen hat, wogegen ein Picasso (Figuras von 1947?) mir in der Farbwahl ganz gut gefiel, ebenso wie ein Leger (Die blaue Vase) und ein sehr schoener Chagall in blau (ohne Titel) die in der gleichen Zeit (um 1949) geschaffen wurden. Der Besuch des MAC hat sich daher durchaus gelohnt.

Am spaeten Nachmittag bin ich dann in eines der zahlreichen Shoppingcenter geflohen. Es ist heute wieder unertraeglich heiss drausen. AUch am Nachmittag haben wir hier noch 32 Grad.
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Wednesday, February 21. 2007

Sao Paulo Universitaetsstadt

Brazil
Per Bus ging es heute Mittag in die nahegelegende Universitaetsstadt der groessten Universitaet von Brasilien, der USP. Gegenwaertig studieren an dieser Universitaet rund 100.000 Studenten. Also rund doppelt so viele wie an allen Universitaeten Berlins zusammen. Entsprechend gross ist der Campus, da hier, in zentraler Lage Sao Paulos nicht nur alle Institute der Universitaet zu finden sind, sondern auch die meisten Studenten direkt auf dem Campus wohnen: Es ist eine ganze Stadt! Demnach kann man den Campus an einem Nachmittag nur schwer ablaufen. Allerdings ist heute, bedingt durch den Karneval noch ein halber Feiertag, so dass ich mittags nahezu der einzige auf dem weitlaeufigen Campusgelaende bin. Da ich eigentlich noch zwei Museen auf dem Universitaetsgelaende besuchen wollte und eventuell auch noch die Informatik, werde ich vermutlich morgen noch mal vorbeischauen, sofern dann hier wieder Normalbetrieb herrscht.
Posted by Sebastian in Brazil at 22:15 | Comments (0) | Trackbacks (0)
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Tuesday, February 20. 2007

Anmerkungen zur Technik des mobilen Bloggings

Brazil
Dieses Blog geht nun ins zweite Jahr und mit jeder Reise konnte ich die Technik fuer das mobile blogging verbessern. Aber jedesmal merkt man auch die Tuecken der modernen Technik. Wo ich anfangs in Thailand hauptsaechlich in des Hostels vom PC aus das Blog gefuellt habe, konnte ich in Australien schon ueber GPRS und das Siemens SX1 bloggen. Allerdings war wegen der numerischen Tastatur Des Handies immer eine klappbare Tastatur vonnoeten - die allerdings immer stationaer betrieben werden musste, da sie auf den Infrarotsender des Handies (beim Siemens SX1 dummerweise rechts oben an der Kante) ausgerichtet werden musste und so ein Blogging mal eben auf dem Schoss nicht so einfach moeglich war - die Tastatur lies sich auch nicht feststellen, so dass sie ohne festen Untergrund einfach zusammenklappen wuerde.

Im ersten Brasilienurlaub hatte ich statt Infrarot schon testweise eine ueber Bluetooth anschliessbare Lasertastatur dabei, die kleiner als die einfache Klapptastatur war, allerdings sich wg. Treiberproblemen nicht immer einfach ueber Funk mit dem Handy verbinden lies. Ausserdem produzierte sie zu viel Aufmerksamkeit und an oeffentlichen Plaetzen mit Lasertastatur bloggen ist in Brasilien daher auch zu gefaehrlich. Trotz dieser Widrigkeiten konnte ich schon ein paar Eintraege mobil bloggen, die ich dann immer per Email an mein Blog sendete, welches neue Mails alle 15 Minuten ins Blog einfuegt. Auch experimentierte ich mit Bilden, die ich aber wegen der schlechten Handykamera (das Problem ist der fehlende optische Zoom) mit einer Digitalkamera schoss, dann auf MMS Format komprimierte und dann der Mail als Anhang beilegte. Dazu sind aber immer einige manuell auszufuehrende Schritte notwendig. Daher Bild verkleinern, ggf. drehen und dann per Speicherkarte auf das Handy kopieren.

Nun, im zweiten Brasilienurlaub habe ich alle Eintraege komplett mobil gebloggt. Diesmal habe ich einen IPaq 655x dabei, der ueber eine kleine, aber komplette Tastatur verfuegt, wie auch ueber ein ausreichend grosses Display, so dass man auch komplette Saetze beim tippen verfolgen kann, um nicht den Zusammenhang zu verlieren. Daher kann ich nun einfach bei laengere Fluegen oder Busfahrten mal schnell zwischendurch etwas schreiben.

Das neu zu testendes Feature ist diesmal die eingebaute GPS Funktionalitaet des IPaqs. Und hier steckt der Teufel noch im Detail. Die beigelegte Navigationssoftware taugt nicht fuer meine Zwecke und auf teure professionelle Trackingsoftware wollte ich verzichten. Was ich fuer Windows mobile auftreiben konnte, war lediglich OutdoorGPS, eine Software, die Routen verfolgen kann.

Leider laesste die Usability des Programms stark zu wuenschen uebrig, so dass ich erst gegen Ende einigermasen begriffen habe, wie das programm am besten zu bedienen ist. Auch hat es eine Weile gedauert, bis ich die webseite www.gpsvisualizer.com gefunden habe, die ich gegenwaertig benoetige, um die gps koordinaten nach google maps zu konvertieren. Gegenwaertig kann meine Blogsoftware noch nicht die Koordinaten aus der Email oder besser noch, aus dem beigelegtem Foto auslesen. Da ich aber nun weiss, wie es prinzipiell funktionieren koennte, werde ich die Software nach dem Urlaub verbessern.

Ein Handy mit den folgenden Eigenschaften wuensche ich mir nun fuer den naechsten Urlaub:

- bessere eingebaute GPS Antenne, stromsparender und schnellere Satellitenortung

- eingebaute 2 Megapixelkamera mit 3fach optischem Zoom

- bessere Bedienung der Kamera ueber Hardwarebuttons und direkte Unterstuetzung des Geotaggings
Posted by Sebastian in Brazil at 22:30 | Comments (0) | Trackbacks (0)
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Abschied Ouro Preto

Brazil
Gestern keine Lust mehr auf weiteres Sightseeing gehabt, obwohl die kleine Stadt in Minhas Gerais einges an Museen und natuerlich Kirchen zu bieten hat (20 um genau zu sein). Nach ausgiebigem Fruehstueck mit viel Kaffee und nachdem der morgendliche Nebel, der das ganze Tal von der Pousada aus unsichtbar macht, bin ich lediglich durch die zahlreichen kleinen Gassen gelaufen um mir einen besseren Ueberblick zu verschaffen.

Schon Mittags setzt der taegliche Karnevalstrubel wieder ein und es ziehen wieder zahlreiche Blocos trommelnd durch die Strassen. Das Muster ist klar: Maenner besorgen Bier in Dosen, was dann mit der Frau geteilt in Becher umgegossen wird, die jeder Teilnehemer eines Blocos mittels Band umhaengen hat. Und es wird massig Bier getrunken. Das sehr sueffige Bier scheint allen zu schmecken. Die Dosen werden einfach fallengelassen - im Unterschied zu Salvadors Altstadt, wo an jeder Ecke Muelltonnen stehen, habe ich hier keine einzige gesehen.

Aber Dosenpfand wird hier nicht benoetigt. Eifrige Kinder sammeln jede Dose auf, sobald sie fallengelassen wird. Vermutlich kann man die gesammelten Dosen als wiederverwertbaren Rohstoff gegen Bares irgendwo eintauschen. Eine Dose Bier kostet hier uebrigends 2 Real - als rund 70 Cent.

Heute morgen gehts nun per Bus ins ca. 2 Stunden entfernte Belo Horizonte. Dort hoffe ich auf die Moeglichkeit, mir noch ein wenig die Stadt ansehen zu koennen, bevor es dann am spaeten Nachmittag wieder zum Flughafen geht, um zurueck nach Sao Paulo zu gelangen.

Tja, leider ist heute der letzte Karnevals-Feiertag, so dass nahezu alle Geschaefte bzw. die wenigen Sehenswuerdigkeiten der Stadt geschlossen sind. Die Hauptstadt wirkt wie ausgestorben und die Touristeninformation am Busbahnhof empfiehlt mir daher, einen nahegelegenen groesseren Park "Parque Municipal" zu besuchen.

Belo Horizonte ist laut meinem Touri-Fuehrer die erste Stadt, die am Reissbrett entworfen wurde - das macht also wenig Hoffnung. Aber wenigstens das Klima ist aufgrund der Hoehenlagen lt. meinem GPS ca. 800 Meter sehr angenehm. Auch kann ich nun behaupten, die drei groessten Staedte Brasiliens besucht zu haben:

Sao Paulo ca. 12 Millionen (mit Umland 20 Millionen)

Rio den Janeiro ca. 6 Mllionen

Belo Horizonte ca. 2.3 Millionen

Aber mehr gibt es ueber Belo Horizonte nicht zu berichten. Naja, vielleicht noch das es jeden Sonntag morgen hier in der Naehe des Parks den groessten Hippie-Markt von Suedamerika zu besuchen gibt. Laut Rosanne, einer Englisch-Lehrerin aus Belo Horizonte, mit der ich mich lange im Park unterhalten habe, der Sightseening Tipp hier und gut um sehr guenstig Geschaenke zu kaufen. Daher sorry an die Daheimgebliebenen, ich haette Euch gerne ein paar guenstige Hippie-Geschenke gekauft, aber leider war der Markt - nein Kunstmarkt - gestern und da war ich noch in Ouro Preto.
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Monday, February 19. 2007

Ouro Preto und Mariana

Brazil
Von Ouro Preto gings vormittags ganz touri-maessig per historischem Zug ins 12km benachtbarte Mariana. Dafuer benoetigt der von einer Dampflock betriebene Zug ca. 1,5 Stunden und einen Wasserstopp auf halber Strecke. Durch die gerade erst im letzten Jahr restaurierte Strecke schlaengelt sich der Zug durch die schoene, bergige und sehr gruene, sowie nahe zu unbewohnte Landschaft.

Den zweistuendigen Zwischenstopp in Mariana nutzte ich wieder um die wichtigsten Barockbauten zu besichtigen. Die auf enem Huegel erbaute Altstadt von Mariana bietet ein wunderschoen restauriertes Barockessemble, das Highlight der Stadt. Ansonsten habe ich noch einen Blick in ein paar andere Kirchen und ein altes Gefaengnis geworfen.
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Sunday, February 18. 2007

Auf nach Belo Horizonte

Brazil

Gestern Abend sind wir gemeinsam mit Glorias aelterer Schwester auf meinen Wunsch hin nochmals Acai essen gegangen. Irgendwie handelt es sich bei Acai um ein Frucht von einer speziellen Palme, die bevor sie geniessbar ist, zuvor noch speziell behandelt wird. Gekuehlt, gesuesst und als Brei serviert schmeckt sie jedenfalls unlaublich gut. Auch ist mir der Geschmack irgendwoher bekannt, aber ich kann mich bislang nicht erinnern woher. In Deutschland bekommt man Acai meines wissens nicht.

Tja, inzwischen sind wir am Flughafen und der Flug hat: Verspaetung, bislang eine halbe Stunde. Wenn wir irgendwann in Belo Horizonte landen, werden wir von dort direkt weiter nach Ouro Preto fahren.

Die Fahrt von Belo Horizonte nach Ouro Preto dauerte dann nochmal ca. zwei Stunden aber der Weg hat sich gelohnt. Trotz der widrigen Umstaende - es fing, kaum dass wir die Stadt erreichten, wolkenbruchartig zu regnen, konnten wir am Nachmitag noch die historische Altstadt begutachten, die zahlreichen Statuen und Kirchen von Aleijadinho beinhaltet. Er wird als der groesste brasilianische Barockbildhauer gehandelt und schaffte trotz seiner Lebraerkrankung, die ihm u.a. alle Zehen und Finger kostete noch zahlreiche schoenste Werke. Der Bezug zum europaeischen Kolonialstil seiner Steinmetzarbeiten ist sehr stark, auch wenn er angeblich die europaeische Architektur um 1770 nie gesehen oder gar studiert hatte (Er war als ein Sklave geboren worden).

Auch in Ouro Preto wird man vom Karneval nicht verschont. Nur hier spielen Kostueme und Paraden scheinbar eher eine untergeordnete Rolle und der Karneval wird eher als Trinkfest fuer die Jugendlichen verstanden und gefeiert.

Auf dem Flug nach Belo Horizonte und auch auf der Fahrt nach Ouro Preto merkte man schon, dass das Inland von Brasilien sehr duenn besiedelt ist. Umso erstaunlicher ist dann das ploetzliche Auftauchen von Ouro Preto am Horizont, welche mit ca. 70.000 Einwohnern auch keine wirklich grosse Stadt ist
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Saturday, February 17. 2007

Unterwegs in Sao Paulo

Brazil

Der Rueckflug von Salvador hatte sich wieder um ca. eine Stunde verzoegert, so dass ich nach der Ankunft am internationalen Flughafen von Sao Paulo etwas improvisieren musste und nicht wie geplant mit den Touri-Bus zurueck in die Innenstadt kam, da es schon recht spaet war. Da mehrer Busse als Alternativen zur Auswahl standen, habe ich die Leute in jeder Schlange gezaehlt und mich fuer den Bus mit den meisten Passagieren entschieden. Busfahrten mit oeffentlichen Bussen sind nachts in Sao Paulo nicht gerade ungefaehrlich und ich erhoffte mir in dem Bus die groesse Sicherheit, wo die meisten Mitfahrer drin sitzen und ausserdem hoffte ich, mit so einem Bus eher ins Zentrum zu gelangen.

Und ich hatte Glueck, nach mehrmaligen Nachfragen kam heraus, dass der Bus in der Naehe einer Metro-Station endet. Von da an war es dann leicht und die Metro gilt als relativ sicher und ich war schnell zu Hause.

Heute morgen werde ich noch ein wenig die ALtstadt erkunden, bzw. was davon noch uebrig ist (nicht viel) - die Paulistas haben keine Hemmungen, alte Gebaeude durch neuere zu ersetzten. Und so konnte ich dann einen langen Betonklotz, das edificio Italia mit 46 Stockwerken von Anfang der 60er Jahre, sowie einen breiten Stahlbetonklotz von Oscar Niemeyer, das Edificio Copan, bewundern. Letzters Gebaeude ist der groesste Stahlbetonbau des Landes. Tja, den haette ich nun abgerissen. Aber in eine 20 Mio Einwohner zaehlenden Stadt zaehlt jeder noch so kleine Wohnraum und darum steht das Gebaeude wohl auch noch.

Nachmittags bin ich dann noch mal zur Praca da Se, der inzwischen renoviert wurde und man hat von der Mitte des Platzes nun einen guten Blick auf die grosse Kirche an einem Ende des Platzes. Inzwischen bin ich mit meine portugiesisch ein wenig mutiger und versuche immer ohne auf etwas zu zeigen etwas zu bestellen und so bin ich dann frisch gestaerkt zum Konvent Beneto, einer weiteren recht schoenen Kirche im Stadtzentrum, die scheinbar von vielen Leuten zum entspannen und fuer ein paar Minuten der Ruhe genutzt wird. Waehrend draussen richtig Trubel herrscht, ist es hier angenehm ruhig und kuehl.

Auf dem Rueckweg per Metro nach Hause viel eine U-Bahn aus. Man bekam dadurch ein gutes Gefuehl, welchen Menchenmassen die Metro hier bewaeltigen kann. Alleine hier am Praca de Se werden jeden Tag mehrer Millionen Leute zwischen den beiden Bahnlinien umsteigen. Die Zuege fahren in den Hauptverkehrszeiten im 20 Sekunden Takt und es benoertigt ca. 2-3 Zuege bis man zum einsteigen kommt.
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Thursday, February 15. 2007

Abreise Salvador

Brazil
.
Da vormittags sich eine laengere Tour nicht mehr gelohmt hat, bin ich noch ein wenig durch die ALtstadt gegangen und habe nun auch die ein oder andere Postkarte verschickt. Diesmal bin ich auf anraten eines Gastes im Hostel direkt zur Post gegegangen, um die Postkarten dort abzugeben. Beim letzten Urlaub sind leider einige Karten irgendwo untergegangen. Hoffe diesmal klappt es!

Kurz vor der Abreise kam ich noch mit Lisandra ins Gespraech, einer Brasilianerin, die sich riesig freute mit mir ein wenig deutsch zu reden, welches sie als Kindermaedchen in Muenchen! gelernt hat. Nun weis ich immerhin, was Brasilianer an deutschland gut finden: Die unterschiedlichen Jahreszeiten, das gute Bier und den europaeischen Wein. Nicht so gut ist wohl das deutsche Essen...

Da mir jeder, den ich gefragt habe, wie lange ich zum Flughafen mit dem Bus brauchen werde, eine andere Antwort gegeben hatte (das Spektrum reicht von 0.5 bis 3h), bin ich auf Nummer sicher gegangen und habe zwei Stunden einkalkuliert.

Nun sitze ich am Flughafen, esse noch ein wenig standardisiertes Fast-Food, damit der Magen mal endlich zur Ruhe kommt und freue mich, dass es hier angenehm kuehl ist. Im Bus zum Flughafen, hatte ich mir schon gedanken gemacht, als was fuer ein trockenobst ich bei Ankunft wohl durchgehen wuerde. Draussen sind es wieder locker unertraeglich feuchte 35 Grad.

Eindrucksvoll leer ist die Abflughalle am Flughafen, wogegen die Ankunftshalle wie erwartet aus allen Naehten platzt. Nun, Salvador ist schon eine schoene Stadt, aber irgendwie ist mir der ganze Trubel hier und vor allem das Wetter ein wenig zu heftig. Freue mich nun schon auf den naechsten Trip nach Minhas Gerais.
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Salvador letzter Tag

Brazil

Und so langsam verliere ich auch ein wenig die Lust auf den ganzen Trubel hier. Die Innenstadt wird langsam richtig voll und ich mache mir schon ein wenig sorgen, wie ich in diesem mittelgrossem Chaos einigermassen puenktlich am Flughafen ankommen kann. Mit der Anzahl der Menschen, die hier ankommen, nimmt auch die Anzahl der misterioesen Angebote zu. Eben gerade wieder bekomme ich ein Zimmer fuer fast umsonst angeboten und kurz danach will man mich umsonst zum Flughafen fahren. Naja, die gute Seite ist ja, das sicher jetzt zum Karneval mehr Leute in die Stadt, als wie ich nur schnell raus wollen.

Trotz dessen, dass der Karneval noch nicht richtig begonnen hat, sind gestern schon einige Blocos in die Altstadt eingezogen. Ein wenig nervig war allerdings eine Sambaband, die den ganzen Abend immer nur ein und dasselbe Lied am Platz vor meinem Hostel gespielt hat. Auf der Flucht davor traf ich dann Ralf, der zweite Hollaender, der schon seit ein paar Monaten durch Brasiilien per Bus reist und schon ganz passabel portugiesisch sprach, was er sich wohl nur durch zuhoeren angeeignet hat.

Abends bin ich noch per Zufall auf irgendeine sehr afrikanisch wirkende Tanzveranstaltung gestossen. Zu einem sehr eigenartigem Rythmus wurde in Dreierformationenen einer Vortaenzerin nachgetanzt. Zurueck in Sao Paulo werde ich mal Gloria danach fragen.

Inzwischen macht auch mein Magen etwas schlapp. Vermutlich war einer der letzten Fruchtsaefte schlecht und so muss ich jetzt wohl erst mal auf Coca Cola umsteigen.
Posted by Sebastian in Brazil at 16:45 | Comments (0) | Trackbacks (0)
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